DIALOG AUF AUGENHÖHE


Karl Josef Boussard / Dipl.-Ing. / Autor





Karl Josef Boussard
geboren 1948
Diplom-Ingenieur (FH)
Ausbildungsleiter (a.D.)
Autor
Hobbies: Laufen, Lesen, Kochen


Kategorien

Einweihung des Saarpolygons

Samstag, 17. September 2016 – 18.00 Uhr: Endlich war es soweit. Die Bevölkerung durfte erstmals das Saarpolygon auf der Bergehalde in Ensdorf begehen. Viele neugierige Besucher warteten geduldig am Eingang. Die würdevolle Einweihungsfeier war gerade eindrucksvoll mit der Landung von drei Fallschirmspringern zu Ende gegangen. Das Saarland ist durch 250 Jahre Steinkohlenbergbau geprägt und die bemerkenswerte Landmarke ermöglicht gleichermaßen einen Blick in Vergangenheit und Zukunft. Man darf gespannt sein, wie die Bevölkerung dieses Monument  in den nächsten Monaten und Jahren bewertet.

 


Am Ziel der Wanderung


Nikolaus Warken und der Appell zur Solidarität

Am Samstag den 30. April habe ich im Rahmen einer Veranstaltung der Arbeitskammer und der IGBCE OG Eckstein eine Wandergruppe über einen Teil des Warken Eckstein Weges geführt. An historischen Stätten machte ich mit Texten und Informationen den Versuch einen Bezug zur Aktualität herzustellen.

Zu Beginn stimmte Liedermacher Wolfgang Winkler die Wandergruppe  mit seinem Lied „Die Gedanken sind frei“ mit viel Gefühl auf das Motto des Tages ein. Anschließend machten sich zirka 80 Wanderer auf den Weg von Bildstock nach Illingen. Die Verbindung Wandern und Informieren über das Leben unserer Vorfahren könnte ein neues kulturelles Angebot werden. Am Samstag entwickelte sich jedenfalls, gerade durch kleine Gesprächsgruppen, eine Art Gemeinschaftsgeist. Nach etwas mehr als drei Stunden wartete an der Burgruine in Illingen ein Bergmannsfrühstück auf die Wandergruppe. 

 


Vortrag im Stollen 92 Ost

Auch zweieinhalb Jahre nach dem Ende des saarländischen Steinkohlenbergbaus gibt es Orte der Erinnerung. Und das ist gut so. Am vergangenen Samstag führte mich mein Weg in den Stollen 92 Ost nach Saarbrücken. Toller Ort für einen Vortrag über das Arbeiten und Leben der Bergleute in der langen Epoche des Bergbaus. Man mag es kaum mehr glauben, dass die Menschen im 18. Jahrhundert noch Leibeigene waren. Und nicht zu vergessen, seit 1815, hundert Jahre preußische Autorität. Eine Zeit in der die Untertanen einfach nur funktionieren mussten. Generationen von Bergleuten arbeiteten unter schwierigsten Bedingungen. Kohle war begehrt und oft ein Zankapfel unterschiedlicher Machthaber und das mehr als 250 Jahre.

Mein Buch „Ressource Kohle, Ressource Mensch“ stellt den Menschen in den Mittelpunkt der Betrachtungen und nicht die Förderleistungen. Mir ist es wichtig das Arbeitsleben in dieser langen Epoche zu dokumentieren und nachfolgenden Generationen vorzuhalten. 

 

 

Vortrag im Stollen 92 Ost Vortrag im Stollen 92 Ost

Gekaufte Journalisten

Wird die Berichterstattung in Deutschland gesteuert? Das ist eine der zentralen Fragen,  die Udo Ulfkotte in seinem Buch „Gekaufte Journalisten“ beantwortet. Der ehemalige FAZ Redakteur war am 04. Januar Gast bei SR 2 Kulturradio und berichtete von einer korrupten Medienwelt. Man mag sich das alles kaum vorstellen. Eine Veranstaltung die uns alle nachdenklich machen sollte.

Betrachte ich meine persönlichen Informationswege, dann stelle ich fest, dass ich fast täglich auf einige Halbwahrheiten stoße. Für mich relevante Themen werde ich weiterhin mit mehreren Quellen hinterfragen!

 


Rentnertreff am Tholeyer Tunnel

Die ehemalige Bahnlinie zwischen Tholey und St. Wendel, bis in die 1960er Jahre wichtigstes Beförderungsmittel für Berg- und Hüttenleute, wird längst von Freizeitsportlern in Anspruch genommen. So auch von einer stattlichen Rentnergruppe, die sich regelmäßig in der Nähe des Tholeyer Tunnels trifft. Am frühen Nachmittag kommen sie dort an, zu Fuß, auf dem Fahrrad oder mit dem Elektromobil. Ruhebänke und Unterstand an der Trasse bieten ihnen, fernab vom Straßenverkehr, einen Raum zum lockeren Gedankenaustausch. Auch alte „Geschichten“ werden wieder lebendig. Zwei Mal habe ich inzwischen die Gruppe aufgesucht und in lockeren Gesprächen viel über ihre berufliche Vergangenheit erfahren. Neben Berg- und Hüttenleuten sind unterschiedliche Berufsgruppen vertreten. Ein Bezug zur Grube lässt sich fast immer herstellen. Ein 91jähriger Lokführer erzählte mir, dass er lange mit der Dampflok auf der Strecke St. Wendel – Tholey unterwegs war. Ein anderer hat mehrere Jahre Grubenholz gefahren.

 Am Dienstag den 22. Juli werde ich ab 15 Uhr 30 an diesem Treffpunkt einen Vortrag über das Leben der Bergleute halten. 

 


Autorenlesung

„Wer funktioniert, bleibt im System und kann am gesellschaftlichen Leben teilnehmen. Diese vermeintlich einfache Rezeptur beschreibt das Leben in Deutschland äußerst treffend.“ In meinem Buch „Den Absprung wagen“ setze ich mich mit den großen Herausforderungen unserer Zeit auseinander und biete „überraschende“ Antworten an.

 

Termin: 07. März – 18 Uhr 30 im „Momentum“ Neunkirchen– Kirche am Center

 


Demografischer Wandel

Am Mittwoch habe ich auf Einladung der Landfrauen Saar, Ortsgruppe Niederwürzbach, einen Vortrag über den demografischen Wandel gehalten. Dieser Begriff wird in der politischen Landschaft oft dazu benutzt, um Ängste zu schüren. Bei genauerer Betrachtung können wir aber feststellen, dass viele der angesprochenen "Probleme" nicht neu sind.  Vereinbarkeit von Familie und Beruf, fehlende Ausbildungsreife junger Menschen oder unzureichende Arbeitsplätze im sozialen Bereich sind nicht dem demografischen Wandel geschuldet. Das sind gesellschaftliche Probleme, die wir ignorieren oder schön reden. In Deutschland ist seit Jahren die Sterberate höher als die Geburtenrate. Die damit einhergehende Veränderung der Bevölkerungsstruktur braucht Antworten. An dieser Stelle ist ein Wandel angesagt. Es gibt also mehrere gesellschaftliche Baustellen, die wir nur gemeinsam angehen können. Ansonsten laufen wir Gefahr unseren Lebensstandard nicht mehr halten zu können. 

 


Unicef Bericht zur Lage der Kinder in Industrieländern 2013

Im ersten Teil der Studie wurde untersucht: Materielles Wohlbefinden, Gesundheit und Sicherheit, Bildung, Verhalten und Risiken und Wohnen und Umwelt. Die deutschen Kinder und Jugendlichen schneiden in diesem Abschnitt gut ab und befinden sich in der Spitzengruppe.

Ganz anders sieht es aber im Teil 2 aus. Die Autoren untersuchten das subjektive Wohlbefinden. In der Selbsteinschätzung ihrer Lebenszufriedenheit landeten die jungen Deutschen nur auf Platz 22 von 29.

Dr. Heraeus, Vorsitzender Unicef Deutschland: „Die einseitige Konzentration auf Leistung und formalen Erfolg führt dazu, dass sich viele Kinder und Jugendliche ausgeschlossen fühlen“.

Quelle: bildungsklick.de

Wenn man sich die großen Probleme beim Übergang von der Schule in den Beruf näher betrachtet, die allzu gerne mit fehlender Ausbildungsreife erklärt werden, muss dieses Ergebnis der Studie zu denken geben. Wann werden endlich einmal Ursachen von Fehlentwicklungen untersucht und auf dieser Basis Lösungen gesucht? 

 


Wenn Studenten Hauptschüler betreuen

Die Saarbrücker Zeitung berichtete über eine Initiative, die Studenten mit Hauptschülern zusammenbringen soll. Die Idee: In einer ehrenamtlichen Betreuung helfen Studenten Hauptschülern ein bis zwei Jahre bei Alltagsproblemen und beim Schulabschluss. Beide profitieren von der Zusammenarbeit. Die Hauptschüler erhalten Unterstützung beim Übergang Schule/Beruf und die Studenten sammeln soziale Kompetenzen. 

Die Inititiative läuft seit 2009  an inzwischen 25 Standorten und bemüht sich auch im Saarland  Interessenten zu finden. 

Diesen Ansatz kann man nur unterstützen. Man müsste auch einmal Ergebnisse sehen.