DIALOG AUF AUGENHÖHE


Karl Josef Boussard / Dipl.-Ing. / Autor





Karl Josef Boussard
geboren 1948
Diplom-Ingenieur (FH)
Ausbildungsleiter (a.D.)
Autor
Hobbies: Laufen, Lesen, Kochen


Kategorien

Am Ziel der Wanderung


Nikolaus Warken und der Appell zur Solidarität

Am Samstag den 30. April habe ich im Rahmen einer Veranstaltung der Arbeitskammer und der IGBCE OG Eckstein eine Wandergruppe über einen Teil des Warken Eckstein Weges geführt. An historischen Stätten machte ich mit Texten und Informationen den Versuch einen Bezug zur Aktualität herzustellen.

Zu Beginn stimmte Liedermacher Wolfgang Winkler die Wandergruppe  mit seinem Lied „Die Gedanken sind frei“ mit viel Gefühl auf das Motto des Tages ein. Anschließend machten sich zirka 80 Wanderer auf den Weg von Bildstock nach Illingen. Die Verbindung Wandern und Informieren über das Leben unserer Vorfahren könnte ein neues kulturelles Angebot werden. Am Samstag entwickelte sich jedenfalls, gerade durch kleine Gesprächsgruppen, eine Art Gemeinschaftsgeist. Nach etwas mehr als drei Stunden wartete an der Burgruine in Illingen ein Bergmannsfrühstück auf die Wandergruppe. 

 


Einladung der IGBCE OG zur Buchvorstellung nach Wiebelskirchen

Auf Einladung der IGBCE OG Wiebelskirchen, Hangard und Münchwies stelle ich am Mittwoch den 20. April ab 18.30 Uhr mein Buch „Die Erben der Hartfüßler“ im Café Pusteblume in Wiebelskirchen vor. Viele Bergleute aus dem St. Wendeler Raum haben im 20. Jahrhundert bis zur endgültigen Stilllegung auf der Grube Kohlwald gearbeitet. Man sprach in den 1950er Jahren sogar von der Theleyer Grube, obwohl die meisten Bergleute aus Neunkirchen und Umgebung stammten. Aus einer amtlichen Statistik aus dem Jahre 1900 geht hervor, dass in Wiebelskirchen 901 Bergleute wohnten. Davon arbeiteten 588 auf der Grube Heinitz und 292 auf König. In Hangard gab es 192 Bergleute, die überwiegend auf König waren. Und Münchwies hatte 92 Bergleute, fast alle waren auf König angelegt. Die Grube Kohlwald befand sich in dieser Zeit in einer Aufbauphase. 

 


Neues Buch in Arbeit: Frauen – Von der Industrialisierung bis heute

Frauenverbände rufen nach Quotenfrauen, Männer nehmen Elternzeiten und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf steht auf dem Prüfstand. Übernehmen Frauen jetzt das Handeln und wo bleibt die Identität der Männer?

Diese bewusst überspitzte Formulierung  soll neugierig machen auf meine tatsächlichen Inhalte. Ich habe mit über fünfzig Männern und Frauen über diese und weitere Themen gesprochen. Meine Zeitzeugen berichten über den aktuellen Stand der Gleichberechtigung und die Schwierigkeiten Familie und Beruf zu vereinbaren. Die Veröffentlichung des Buches plane ich im letzten Quartal des Jahres.

 


Museumstag in Neipel: Der Mensch im Bergbau

Während der Lesung Während der Lesung

Eng wurde es im Heimatmuseum Neipel, viele Besucher interessierten sich für die Buchvorstellung „Die Erben der Hartfüßler“. Dort beschrieb ich im Rahmen des monatlichen Museumstages am 21. Februar zunächst das Leben und Arbeiten der Bergleute und deren Bedeutung für die Region. Im zweiten Teil der Veranstaltung stellte ich mich gerne den Fragen von Günter Strass aus dem Museumsteam und Viktor Schug, dem Vorsitzenden der IGBCE Ortsgruppe Eckstein. Die Themen des Gespräches erstreckten sich von den Bergleuten im  19. Jahrhundert, die unter der autoritären Herrschaft der Preußen nur „funktionieren“ mussten, bis zum Ende des Bergbaus 2012. Eine schöne Veranstaltung, die mit großem Interesse verfolgt wurde.

 

 


Barbaratag 2015

Der Barbaratag ist und bleibt der höchste Feiertag der Bergleute. Mein Weg führte mich in diesem Jahr nach Niederwürzbach. Dort besuche ich den Gottesdienst in der katholischen Kirche St. Hubertus  und stelle im Anschluss daran im Bistro der Würzbachhalle mein Buch „Die Erben der Hartfüßler“ vor. Schon in der Kirche spürt man die große Vergangenheit des Bergbaus. Der Pfarrer, ein Bergmannssohn, würdigt in der Predigt das füreinander Einstehen der Bergleute und weist diesem Berufsstand eine gesellschaftliche Vorbildfunktion zu. Der  Bliesgau Knappenchor singt sehr einfühlsam kirchliche Lieder und erinnert mit seinem Erscheinungsbild an eine große Ära.

Mit dieser feierlichen Einstimmung gehen weit über fünfzig Kirchenbesucher in das Bistro der Würzbachhalle. Nach der Begrüßung durch die Ortsvorsteherin Petra Linz beginne ich mit meinem Vortrag. Dabei stehen die Bergleute im Mittelpunkt meiner Ausführungen. Länger als geplant erzähle ich von den Erfahrungen meiner Zeitzeugen und habe den Eindruck, dass die Gäste mit in die Vergangenheit eintauchen. Nach dem Vortrag wird das typische Bergmannsfrühstück aufgetragen. In Gesprächen stelle ich fest, dass viele Zuhörer die beschriebene Vergangenheit selbst erlebt haben. Und Frauen  haben einen Bezug zu diesem Thema. Gegen 21.00 Uhr verabschiede ich mich und fahre nach Hause. Über sieben Stunden habe ich an diesem Tag gerne investiert.

Ich möchte festhalten, dass der Geist des Bergbaus noch vorhanden ist, aber gleichzeitig vermisse ich jüngere Besucher bei diesen Veranstaltungen. Es lohnt sich zu überlegen, wie man der Generation der Enkel die Arbeitswelt ihrer Großväter nahe bringen kann. 

 


Große Nachfrage nach dem Buch "Die Erben der Hartfüßler"

„Die Erben der Hartfüßler“ stelle ich auch im nächsten Jahr an unterschiedlichen Orten vor. Ich betrachte diese Dokumentation als einen unvergessenen Teil  saarländischen Lebens. Mit den Erfahrungsberichten vieler Bergleute bleibt die besondere Arbeitswelt unter Tage lebendig und weiteren Generationen zugänglich. Über 600 verkaufte Bücher in knapp acht Monaten und die positive Resonanz meiner Leserinnen und Leser ermutigen mich weiter für diesen literarischen Beitrag zur Erinnerungskultur zu werben. Das Buch kann online über diese Homepage  oder über den Buchhandel inklusive einer Begleit-CD zum Preis von 19,90 Euro erworben werden. Für Vorträge und Präsentationen stehe ich gerne zur Verfügung.

Zudem gibt es wieder etwas Neues aus der Schreibwerkstatt. Bei den Recherchen zu den saarländischen Bergmannsbauern ist mir aufgefallen, dass die Bergmannsfrauen, bedingt durch das Leben ihrer Männer in den Schlafhäusern, zusätzlich die eigene kleine Landwirtschaft versorgten. Vor diesem Hintergrund setze ich mich, unter dem Aspekt der Gleichberechtigung, den Rollen von Männern und Frauen von der Industrialisierung bis heute auseinander. Zeitzeuginnen und Zeitzeugen berichten über den Befund der letzten 70 Jahre. Ein spannendes Thema! Weitere Infos folgen.

 


Eine Geschenkidee: Die Erben der Hartfüßler

Grube Kohlwald 1963 – Archiv RAG Saar Grube Kohlwald 1963 – Archiv RAG Saar

Was schenke ich zu Weihnachten? Diese Frage stellt sich jedes Jahr aufs Neue. Inzwischen sind drei Jahre vergangen, seit die saarländischen Kohlegruben geschlossen sind. In meinem aktuellen Buch „Die Erben der Hartfüßler“ beschreibe ich, mit Hilfe von vielen Zeitzeugen, wie die Bergleute die besondere Welt unter Tage erlebt haben. Mit diesen Geschichten wird die für das Saarland so wichtige Ära der Kohle zumindest literarisch wieder lebendig. Vielleicht eine Geschenkidee für Weihnachten!

 


Lesung am Tholeyer Tunnel

Mit einem kräftigen Pfiff auf der Trillerpfeife, der an die vielen Arbeiterzüge auf der Bahnlinie Tholey-St. Wendel erinnern sollte, beginne ich am 08. September pünktlich um 15.00 Uhr meine Lesung „Die Erben der Hartfüßler“ am Tholeyer Tunnel. An diesem „historischen“ Ort treffen sich täglich viele Rentner aus den umliegenden Ortschaften zum gemütlichen Plausch. Die meisten haben einen direkten Bezug zum Bergbau und kennen die ehemalige Bahntrasse noch aus ihrer Schulzeit. Ich erzähle ihnen von Hartfüßlern und Kolonisten, von Bergmannspfaden und Schlafhäusern und der großen Nachfrage nach Kohle in den Nachkriegsjahren. Und ich berichte mit Hilfe von Zeitzeugen über die dunkle Welt unter Tage. Mit großem Interesse verfolgen die Männer auch die Klänge eines Glockenspiels. Es macht jedenfalls großen Spaß, den größtenteils über 80jährigen Männern eine kleine Abwechslung im Alltag zu bieten. 

 


Lesung im Grubenstollen

Das Ambiente konnte nicht besser sein. Bergmännische Atmosphäre und eine hervorragende Wetterführung im privaten Grubenstollen von Manfred Berwanger! Was will man mehr an einem heißen Samstag? Und die Gäste ließen nicht lange auf sich warten. Schon bei den Gesprächen im Vorfeld hörte man die typische Bergmannssprache. Fast dreißig Besucher, darunter mehrere Frauen, waren zur Buchvorstellung „Die Erben der Hartfüßler“ gekommen.

Es hat Spaß gemacht in diesem Umfeld über Arbeit und Leben der Bergleute zu berichten. Nach dem regen Kauf von Büchern war die Veranstaltung noch lange nicht beendet. Ein Besucher trug beispielsweise ein tolles Gedicht über den Alltag in den Schlafhäusern vor. Der traditionelle Schnaps durfte am Ende nicht fehlen.  Der Gastgeber ließ das Steigerlied erklingen und wie von selbst standen alle auf und sangen mit. Nach dem Schnaps gab es noch ein stärkendes Bergmannsfrühstück und mit Erinnerungen an die Zeit im Bergbau endete die Lesung. Ein Dank an die Familie Berwanger und an alle Besucher.

 „Die Erben der Hartfüßler“, ein Beitrag zur Erinnerungskultur, liegt jetzt in 2. Auflage vor!