DIALOG AUF AUGENHÖHE


Karl Josef Boussard / Dipl.-Ing. / Autor





Karl Josef Boussard
geboren 1948
Diplom-Ingenieur (FH)
Ausbildungsleiter (a.D.)
Autor
Hobbies: Laufen, Lesen, Kochen


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Buchvorstellung im Ratssaal der Gemeinde Nohfelden

Der Ratssaal der Gemeinde Nohfelden füllt sich und die Anspannung steigt. Auch die fünfte Buchvorstellung ist ein ganz besonderer Moment. Denn ich mache damit meine Arbeit öffentlich. Mir ist es wichtig gesellschaftliche Themen mit Hilfe von Zeitzeugen aufzuarbeiten und als Dokumentation vorzuhalten.

Das Buch „Frauen im Saarland – Von der Industrialisierung bis heute“  sehe ich als Angebot, sich relativ kompakt über die Entwicklung gesellschaftlicher Ordnungen, vor allem den aktuellen Stand der Gleichberechtigung, zu informieren. Viele junge Männer und Frauen berichten über ihre persönliche Einstellungen, Lebenserwartungen und nicht zuletzt über Problemlagen. Mein Buch sehe ich als sachliche Aufarbeitung der Diskussion um veränderte Rollenbilder. Weitere Sichtweisen bereichern das „brisante“, aber notwendige Thema.

Formal sind Frauen heute gleichberechtigt, fühlen sich aber zu Recht noch lange nicht am Ziel. Vor allem bei der Kinderbetreuung werden Eltern oft alleine gelassen. Wegen unzureichender Angebote geraten Frauen dabei in eine Teilzeit- und Männer in eine Vollzeitfalle. Diese Sichtweise ist offenbar noch nicht in den Personalabteilungen der Unternehmen angekommen. Überhaupt dürfen Eltern nicht benachteiligt werden. Es geht darum, soziale Rollen zu finden, in denen Männer und Frauen gleichberechtigt Aufgaben in Familie und Beruf übernehmen können. Gleichberechtigung dringt tief in unseren Alltag ein, wird aber durch einen ausgeprägten Individualismus erschwert. Unsere Gesellschaft braucht dringend neue Impulse und mehr Solidarität! Diesen Herausforderungen müssen wir uns stellen!

 


Buchvorstellung "Frauen im Saarland – Von der Industrialisierung bis heute"

Das Industriezeitalter ist die Zeit der Unterdrückung der Arbeiter und fehlender Frauenrechte.  Der Mann wird für seine anstrengenden Arbeiten in den Grubenstollen entlohnt, muss aber stundenlange Fußmärsche zurücklegen. Die umfangreichen und ermüdenden Arbeiten der Frau in Haus und Landwirtschaft werden ohne materielle Gegenleistungen vorausgesetzt. Den Frauen gebührt jedoch größter Respekt. Überleben konnten die Familie nur mit der Arbeitskraft von Mann und Frau.

Inzwischen sind Frauen formal gleichberechtigt, sehen sich aber noch nicht am Ziel. In mehr als siebzig Gesprächen mit jungen Männern und Frauen werden aktuelle Problemlagen deutlich. Die oft propagierte Vereinbarkeit von Familie und Beruf besteht derzeit nur auf dem Papier.

Termin: 28. Oktober – 18.30 Uhr

Ort:       Ratssaal der Gemeinde Nohfelden 

 


Einweihung des Saarpolygons

Samstag, 17. September 2016 – 18.00 Uhr: Endlich war es soweit. Die Bevölkerung durfte erstmals das Saarpolygon auf der Bergehalde in Ensdorf begehen. Viele neugierige Besucher warteten geduldig am Eingang. Die würdevolle Einweihungsfeier war gerade eindrucksvoll mit der Landung von drei Fallschirmspringern zu Ende gegangen. Das Saarland ist durch 250 Jahre Steinkohlenbergbau geprägt und die bemerkenswerte Landmarke ermöglicht gleichermaßen einen Blick in Vergangenheit und Zukunft. Man darf gespannt sein, wie die Bevölkerung dieses Monument  in den nächsten Monaten und Jahren bewertet.

 


Neues Buch vor der Veröffentlichung

Die Arbeiten an meinem neuen Buch „Frauen im Saarland – von der Industrialisierung bis heute“ gehen gut voran. Ich gehe davon aus, dass die Veröffentlichung im Oktober erfolgt. Erneut haben mich viele Zeitzeugen unterstützt. Lassen Sie sich überraschen von den Inhalten. Viel möchte ich noch nicht verraten, feststellen kann ich aber jetzt schon: Gott hat Mann und Frau geschaffen und er hat sich dabei etwas gedacht. 

 


Entdeckertour auf den Spuren der Hartfüßler

Am Samstag den 21. Mai beginnt um 10.00 Uhr am Herzweg-Parkplatz eine etwa 1,5 stündige Wanderung rund um den Schaumberg. Dabei werde ich, mit Infos und kurzen Abschnitten aus meinem Buch, die Bedeutung des Bergbaus für das St. Wendeler Land herausstellen. In dieser Region gibt es keine Fördertürme oder Bergehalden, aber viele ehemalige Bergleute. Mit diesem wichtigen Berufsstand kam Kompetenz und Kaufkraft in die Region. An den ehemaligen Bergmannsdörfern Theley, Hasborn oder Primstal lässt sich die Geschichte des Bergbaus erlebbar machen. Zudem hat man auf dem Schaumbergplateau nicht nur eine herrliche Aussicht, man kann auch durch die Vielzahl der Windräder den Übergang von der fossilen zur regenerativen Energie erkennen. 

 

Bahnhof Tholey Bahnhof Tholey

Am Ziel der Wanderung


Nikolaus Warken und der Appell zur Solidarität

Am Samstag den 30. April habe ich im Rahmen einer Veranstaltung der Arbeitskammer und der IGBCE OG Eckstein eine Wandergruppe über einen Teil des Warken Eckstein Weges geführt. An historischen Stätten machte ich mit Texten und Informationen den Versuch einen Bezug zur Aktualität herzustellen.

Zu Beginn stimmte Liedermacher Wolfgang Winkler die Wandergruppe  mit seinem Lied „Die Gedanken sind frei“ mit viel Gefühl auf das Motto des Tages ein. Anschließend machten sich zirka 80 Wanderer auf den Weg von Bildstock nach Illingen. Die Verbindung Wandern und Informieren über das Leben unserer Vorfahren könnte ein neues kulturelles Angebot werden. Am Samstag entwickelte sich jedenfalls, gerade durch kleine Gesprächsgruppen, eine Art Gemeinschaftsgeist. Nach etwas mehr als drei Stunden wartete an der Burgruine in Illingen ein Bergmannsfrühstück auf die Wandergruppe. 

 


Einladung der IGBCE OG zur Buchvorstellung nach Wiebelskirchen

Auf Einladung der IGBCE OG Wiebelskirchen, Hangard und Münchwies stelle ich am Mittwoch den 20. April ab 18.30 Uhr mein Buch „Die Erben der Hartfüßler“ im Café Pusteblume in Wiebelskirchen vor. Viele Bergleute aus dem St. Wendeler Raum haben im 20. Jahrhundert bis zur endgültigen Stilllegung auf der Grube Kohlwald gearbeitet. Man sprach in den 1950er Jahren sogar von der Theleyer Grube, obwohl die meisten Bergleute aus Neunkirchen und Umgebung stammten. Aus einer amtlichen Statistik aus dem Jahre 1900 geht hervor, dass in Wiebelskirchen 901 Bergleute wohnten. Davon arbeiteten 588 auf der Grube Heinitz und 292 auf König. In Hangard gab es 192 Bergleute, die überwiegend auf König waren. Und Münchwies hatte 92 Bergleute, fast alle waren auf König angelegt. Die Grube Kohlwald befand sich in dieser Zeit in einer Aufbauphase. 

 


Neues Buch in Arbeit: Frauen – Von der Industrialisierung bis heute

Frauenverbände rufen nach Quotenfrauen, Männer nehmen Elternzeiten und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf steht auf dem Prüfstand. Übernehmen Frauen jetzt das Handeln und wo bleibt die Identität der Männer?

Diese bewusst überspitzte Formulierung  soll neugierig machen auf meine tatsächlichen Inhalte. Ich habe mit über fünfzig Männern und Frauen über diese und weitere Themen gesprochen. Meine Zeitzeugen berichten über den aktuellen Stand der Gleichberechtigung und die Schwierigkeiten Familie und Beruf zu vereinbaren. Die Veröffentlichung des Buches plane ich im letzten Quartal des Jahres.

 


Museumstag in Neipel: Der Mensch im Bergbau

Während der Lesung Während der Lesung

Eng wurde es im Heimatmuseum Neipel, viele Besucher interessierten sich für die Buchvorstellung „Die Erben der Hartfüßler“. Dort beschrieb ich im Rahmen des monatlichen Museumstages am 21. Februar zunächst das Leben und Arbeiten der Bergleute und deren Bedeutung für die Region. Im zweiten Teil der Veranstaltung stellte ich mich gerne den Fragen von Günter Strass aus dem Museumsteam und Viktor Schug, dem Vorsitzenden der IGBCE Ortsgruppe Eckstein. Die Themen des Gespräches erstreckten sich von den Bergleuten im  19. Jahrhundert, die unter der autoritären Herrschaft der Preußen nur „funktionieren“ mussten, bis zum Ende des Bergbaus 2012. Eine schöne Veranstaltung, die mit großem Interesse verfolgt wurde.